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| der neue kunstraum | ||||||
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<auto>
at part 1: < auto-group-exhibition > part 2: < auto-kino >
<auto> on the road! |
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installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga
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Jakob Lena Knebl - installation on Trans-Gender-Identity topics, more info: www.houseofthe.com Jakob Lena Knebl verwendet für ihre aktuelle Arbeit Ansätze psychotherapeutischer Methoden - im speziellen die des inneren teams nach Friedemann Schulz von Thun - als strukturgebende Parameter der für Riga konzipierten Installation. Knebl hinterfragt heteronormative Regelwerke des Ich in der Gesellschaft und etabliert eine De/Konstruktion des Selbst. Bruce LaMongo - sociopolitical installation Two Mandalas outside the Black Coffin* * Der schwarze Sarg ist der umgangssprachliche Ausdruck der Letten für das 1993 gegründete Lettische Okkupationsmuseum in Riga, welches den Einfluss und Terror des nationalsozialistischen sowie des kommunistischen Regimes gegen die Bevölkerung des baltischen Staates thematisiert, und deren Konsequenzen, aber auch den Widerstand gegen die Besatzung bis hin zur staatlichen Unabhängigkeit 1991. Im Ausgangspunkt zweier ornamentaler Zeichnungen, die sowohl den nationalsozialistischen als auch den stalinistischen Symbolapparat als Formenfundus benutzen und mit der Methodik motorisch-partizipativer Tätigkeit der Erfüllung des Mandalas verbinden, wird die Ambivalenz von Erinnerungsarbeit evident gemacht. LaMongo stellt die Frage: Kann das Ornament den Inhalt transformieren? Das Ornament als autoreferentielle Maschine? Gerald Grestenberger d-g-v - conceptual installation `crash?´ & `No One is an island, but Everyone lives and dies alone.´ , more info: www.d-g-v.com Die Arbeit `crash?´ von Gerald Grestenberger d-g-v versteht sich als sozio-skulpturale Installation, als strukturale Intervention, in welcher die Chancen eines alternativen Kunstraumes mitbehandelt sind. Im Zuge der Namensfindung für den Kunstraum <auto> war das Automobil in seiner Dimension als beweglicher, persönlicher Raum, mit seiner Funktionalität der Mobilität, als Transportmittel, ideale Deskription für die angestrebte Distribution künstlerischer Positionen. Diese postulierte (und durchaus auch idealisierte) Flexibilität eines alternativen Kunstraumes ermöglicht das Aufzeigen und Schaffen neuer Zugänge zu bekannten Themen genauso wie das Eröffnen neuer Diskursfelder. In der sozio-skulpturalen Installation `crash?´ wird diese Option auf einen neuen Zugang tatsächlich physisch realisiert, indem das Ausstellungsgebäude in Riga mit einem neuen Ein/Ausgang versehen wird: Durch die Skulptur eines vermeintlich in das Gebäude ge-crashten Automobils gelangt man in das Ausstellungsgebäude - mit dem Einstieg an der Gebäudeaußenseite in die Kofferraumtüre eines fünftürigen Wagens, über die Passage des von den Sitzen befreiten Auto- Innenraumes, bis zum Ausstieg über die Faher/Beifahrertüren im Gebäudeinneren. Indem ein struktural-architektonischer Eingriff vorgenommen wird, fungiert das Auto selbst als Transferraum und schafft neue Einstiegspunkte. Die skulpturale Installation `Put Your Head in ...´ abstrahiert die psycho-territoriale Setzung von Abgrenzung und Durchlässigkeit in ihrer Dimension potentiell missverständlicher Wahrnehmung, also aus gestaltpsychologischer Perspektive. Dabei wird mit der gleichzeitigen Verwendung des dekorativen Vokabulars aus der Tradition der Stuckatur, aber in ihrer im Baumarkt verfügbaren Billigvariante aus Styropor, das Feld der `form follows function´ neu aufgespannt. Markus Hausleitner (das em) - wall make up, more info: www.houseofthe.com Markus Hausleitner - reüssierend im Designbereich mit seinem Modelabel "house of the very island`s royal club division middlesex klassenkampf, but the question is where are you now?" - verfolgt in Riga sein Konzept des `wall make up´ weiter (hier durch approbriative Bearbeitung einer Darstellung des momentan `teuersten Kunstwerkes´ zeitgenössischer Kunst von Damien Hirst), in dem er die geschlechtspezifische Tätigkeit des klassischen Visagisten, der traditioneller Weise am menschlichen Gesicht arbeitet, durch das `Schminken einer Wand´ in den Bereich der Malerei transferiert. Michaela Mück - drawings Michaela Mück präsentiert eine ihrer architektonisch-situativen Arbeiten. In großformatigen Zeichnungen werden persönliche Perspektive in präziser Betonung von Details mit mathematisch-physikalischen Deskriptionen der Blickrichtung kurzge- schlossen. Thomas Hörl - installative drawings In der vor Ort erarbeiteten Installation werden mythologische Gesellschaftszusammenhänge auf ihre gegenwärtige Brisanz und Relevanz erforscht und aktualisiert. Gerhard Veismann - installative drawings Ausgangspunkt der Zeichnungen von Gerhard Veismann sind die expliziten Screenshots von GayPorn-Videos aus dem www, die ornamentalen Strukturen gegenübergestellt werden, und damit den fließenden Übergang zwischen explizitem Content und vermeintlich inhaltslosem Ornament in seiner Ambivalenz vorführen. Durch sensible Hängung wird von der Wand weg der Raum zu einem kleinen quadratischen Podest davor aufgespannt, auf dem alleine ein portablen CD-player mit tragbaren Boxen plaziert ist, aus denen leise Eigenkompositionen ertönen, die formal zwischen Ambiant und repetitiv-experimenteller Klassik changieren, und zur Kopie (zb. auf die Mobiltelefone der Besucher) freigegeben sind. Peter Kozek - installative drawings Mit sechs Arbeiten in zwei Format-Reihen (4 gleichformatige Arbeiten am Boden nebeneinander an die Wand gelehnt, 2 zerknüllt an die Wand appliziert) wird hier der Bereich von Beziehung und Interaktion mit expliziter Körperdarstellung und Textbildern als ästhetische Funktion bearbeitet. |
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2008-04-07
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